Neun motivierte Menschen, ein Kletterzentrum und ein klares Ziel: Vorsteigen lernen, üben und besser werden.
Im Rahmen von Nicos Tourengruppe drehte sich ein ganzes Wochenende alles um das Thema „Indoor-Vorstieg“.
Theorie gehört dazu
Weil Sicherheit beim Klettern oberste Priorität hat, durfte die Theorie natürlich nicht fehlen. Nico hatte einen ausführlichen Vortrag zur Materialkunde vorbereitet: Karabiner, Seile, Sicherungsgeräte – wer was kann, worauf man achten muss und warum „ach, passt schon“ beim Klettern eher keine gute Strategie ist.
Ganz trocken blieb das Ganze aber nicht. Die Theorie wurde durch praktische Experimente ergänzt: Wie schnell lässt sich ein Seil mit einem anderen Seil durchreiben? Und können sich wirklich alle neun gleichzeitig an eine einzige Bandschlinge hängen?
Bevor es an die Wand ging, wurde außerdem am Boden fleißig geübt:
Clip-Trockenübungen – also das saubere Einhängen des Seils, ohne dabei schon ein paar Meter über dem Boden zu hängen. Klingt simpel, macht aber später einen riesigen Unterschied.
Erst Toprope, dann Vorstieg
Zum Einstieg starteten wir im Toprope: ankommen, Bewegungen ausprobieren, Sicherheit gewinnen.
Danach wurde es ernst: Vorstieg. Selbst clippen, ruhig bleiben, weiterklettern. Mit jedem Versuch wuchs das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten – und auch der Mut, die nächsten Züge anzugehen.
Sonntag: Stürzen will gelernt sein
- Sturzsimulation
- Fehlersuche
- Sturztraining (Clip and Drop)
Denn auch richtiges Stürzen muss geübt werden: Wie falle ich kontrolliert? Wann ist ein Sturz sinnvoll – und wann lieber nicht? Wer das einmal bewusst trainiert hat, klettert danach deutlich entspannter. Damit sind jetzt alle bereit, im Frühling auch draußen am Fels vorzusteigen.
Und was war mit Spaß?
Keine Sorge – der kam definitiv nicht zu kurz.
Wenn wir nicht gerade am Seil hingen, wurde das Kletterzentrum zur Spielarena:
- Luftballon-Ball (anstrengender als Klettern)
- Verstecken – und ja, man kann sich tatsächlich ins Regal hinter große Kisten legen oder in einer kleinen Nische im Dach des Boulderraums verschwinden. Selbst laute Musik hilft dem Suchenden dann nicht weiter. Absolute Verwirrung garantiert.
Kulinarisches Highlight
Louisa und Hummel zauberten legendäre, selbstgeschabte Käsespätzle mit Röstzwiebeln. Klare 10/10.
Und fürs Frühstück mussten Nico und Max noch schnell Nutella organisieren. Ein Leben ohne Nutella ist zwar möglich – aber sinnlos.
Das große Finale: Sprint am Hauptbahnhof
Die Heimreise brachte noch einen kleinen Adrenalinschub.
Am Hauptbahnhof Mainz hatten wir dank Verspätung exakt 0 Minuten Umsteigezeit. Kein Puffer – sonst hätten wir eine Stunde warten müssen.
Frank sprintete mit leichtem Gepäck voraus, der Rest der Gruppe dicht dahinter. Und auf die Deutsche Bahn war Verlass: Sie kommt nicht nur zu spät an – sie fährt auch zu spät los.
Fazit
Ein Wochenende voller Höhenmeter, Teamgeist und kulinarischer Highlights.
Jetzt kann der Frühling kommen – der Fels wartet.
Bildergalerie