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Investitionsbedarf für die Saarbrücker Hütte auf den Grundlagen:
– Bauliche Bestandserhebung vom September 2017 durch das Büro Florian Oberpichler
Vermessung / Planung, Vamessa Büro Isarwinkel Anton Singer
-Technischer Bericht Abwasserversorgung / Eingabeplanung Ingenieurbüro für Energie-
und Umwelttechnik Berger vom Januar 2018
-Energiestudie (Darstellung des Ist-Zustandes und einer zukünftig möglichen
Systemlösung) Ingenieurbüro für Energie- und Umwelttechnik Berger vom Januar 2018
Versorgungslager am Vermuntstausee: Der Schuppen ist auf dem Gelände der Illwerke
errichtet. Im Zusammenhang mit der Übergabe der Saarbrücker Hütte an die Hüttenwirte
Schöpf hat sich herausgestellt, dass es hierfür keinen Pachtvertrag mit den Illwerken gibt
und diese einen entsprechenden Vertrag auch nicht im Nachhinein abschließen werden, da
der Schuppen ohne Genehmigung gebaut wurde und eine nachträgliche Genehmigung in
der derzeitigen Größe des Schuppens nicht möglich ist. Der Schuppen ist aber zum Betrieb
der Hütte von großer Bedeutung.
Lösung: unklar
Pächterwohnung: Starker Feuchtigkeitseintritt in der Pächterwohnung (Hinterlüftungsraum
ist vorhanden, Außenwand muss saniert werden, Feuchtigkeitsableitung vom Hang ist nicht
gewährleistet).
Kosten: nicht abschätzbar
Kellersanierung: Der gesamte Keller ist sehr feucht und stark von Schimmel befallen.
Die Decke unter dem Tagesraum (= der „neue“ Stubenboden musste provisorisch mit Balken
abgestützt werden) sowie unter der Schank besteht nur aus Bretterlagen. Eine Anforderung
an den Wärme- bzw. Feuchteschutz ist nicht vorhanden. Die sehr notdürftige Isolierung mit
alukaschierter Mineralwolle ist stark angegriffen und weist sehr viele Stellen auf, an denen
die Kälte und Feuchtigkeit des Kellers ungehindert ins EG gelangen kann.
Es ist kein geeigneter Lagerraum für Lebensmittel vorhanden. Die bestehenden Holzregale
sind für die Lebensmittellagerung ungeeignet. Geruchsbildung im Trockenlagerraum
aufgrund der Abwasserleitung, die unter der Hütte verläuft.
Kosten: nicht abschätzbar
Brandschutz: Die Lüftungsrohre der alten Zentralheizung verlaufen vom Keller ausgehend
durch die gesamte Hütte. Brandschutzrechtliche Überprüfung ist notwendig; zumal alle
Heizungsrohre Kondenswasser führen und nass sind.
Kosten: nicht abschätzbar
Abwasser: Es soll eine Anlage bestehend aus mechanischer und biologischer Stufe sowie
einer geordneten Schlammentsorgung installiert werden. Das geplante Verfahrenskonzept
sieht künftig folgende Anlagenteile vor:
– kurzgeschlossene Kammeranlage an der Hütte (Bestand)
– 3-Kammeranlage, aufgeteilt in 2 Behälter, V gesamt = 20 m³
– biologische Reinigungsstufe, bestehend aus einem Wirbel-Schwebebett V = 7,0 m³
– Nachklärung V = 5,0 m³ mit Schlammrückführung in die erste Kammer
– Einleiten in den Untergrund als punktuelle Versickerung (Bestand)
– Belüftungs- und Steuerschrank als Standschrank neben der Abwasseranlage
– gesicherte, regenerative Energieversorgung
Kosten gesamt: gerundet: 140.000 €, dabei Förderung bis 30% Staat AUT, 30% Land
Vorarlberg, bis 20% DAV  insgesamt 80%
Kosten ASS: ~ 30.000 €

Energie: Der Großteil der elektrischen Energie für die Saarbrücker Hütte wird über eine
Wasserkraftanlage gewonnen. Leider reicht die so gewonnene Energie nicht immer für den
Tagesbetrieb aus.
Zum einen steht die Wasserkraftanlage zur Winteröffnung der Hütte nicht zur Verfügung,
zum anderen reicht das Wasser aus dem stark schwindenden Litzner Gletscher in den
Sommermonaten nicht für die Abdeckung des elektrischen Energiebedarfes der Hütte aus.
Für die WKA gibt es keinen gültigen Bescheid, so dass sie derzeit ohne entsprechende
Betriebserlaubnis betrieben wird.
Kosten für die erforderliche Wasserrechtliche Eingabeplanung
-Technischer Bericht ca. 4.000 Euro
-Naturschutzrechtliche und biologische Erhebung und Planung ca. 12.000 Euro
Die Eckpfeiler der zukünftig angedachten Energieversorgungslösung der Saarbrücker Hütte
könnten wie folgt sein:
Pflanzenöl-Blockheizkraftwerk in Kombination mit
-einer neu zu errichtenden PV- Anlage
-einer zusätzlich zu errichtenden Batterieanlage
-Einbindung der vorhandenen Wasserkraftanlage in die Versorgung
-redundanter Auslegung der Energieversorgung
Mit der angedachten Kombination kann das Umweltgütesiegel des DAV beantragt werden
bzw. die entsprechenden Bedingungen werden erfüllt.
Kostenschätzung Pufferspeicher, Heizung:
gerundet: 52.000 €
Förderung bis 35% Staat AUT, ggf. 10% Land Vorarlberg, bis 20% DAV  55% – 65% (30%
DAV Darlehen möglich)
Kosten ASS: ~ 24.000 € – 18.000 €
Kostenschätzung Pflanzenöl BHKW:
gerundet: 55.000 €
Förderung bis 35% Staat AUT, ggf. 10% Land Vorarlberg, bis 20% DAV  55% – 65% (30%
DAV Darlehen möglich)
Kosten ASS: ~ 25.000 € – 19.000 €
Kostenschätzung Erweiterung Energieanlagen:
gerundet: 50.000 €
Förderung bis 35% Staat AUT, ggf. 10% Land Vorarlberg, bis 20% DAV  55% – 65% (30%
DAV Darlehen möglich)
Kosten ASS ohne Darlehen: ~ 23.000 € – 17.000 €
Gesamtkosten Energieversorgung: ~175.000 €
Fazit: Ohne die derzeit nicht abschätzbaren notwendigen Sanierungs- und Reparaturkosten
gemäß Bestandsaufnahme liegen die Kosten für unsere Sektion bei maximal ~ 100.000 € –
120.000 € (Gesamtkosten ca. 315.000 €). Da die Saarbrücker Hütte bisher als
„Liebhaberbetrieb“ im steuerrechtlichen Sinne gewertet wurde, waren die Einkünfte aus der
Pacht und dem Beherbergungsbetrieb bisher nicht umsatzsteuerpflichtig. Dafür waren und
sind aber auch im Gegenzug die für die Hütte anfallenden Ausgaben nicht
vorsteuerabzugsfähig. Diese sind allerdings nicht förderungsfähig, d.h. dass die anfallende
Umsatzsteuer zu 100 v.H. von der Sektion zu übernehmen ist, soweit eine Anmeldung als
umsatzsteuerpflichtiger Betrieb in Österreich nicht anerkannt wird. Dies würde bedeuten,
dass auf die Sektion noch zusätzliche 20 v.H. von 315.000 € zukommen würden, also rund
63.000 €.
Des Weiteren ist nicht bezuschussungsfähig jede Art von Preisüberschreitungen (was bei
solchen Großprojekten ja gelegentlich vorkommt).
Zudem ist bei den vorliegenden Kostenschätzungen mehrfach darauf hingewiesen worden,
dass es sich um Schätzkosten anhand von vergleichbaren Objekten handelt und die

Montagekosten nicht genau abzuschätzen sind, da je nach Bodenbeschaffenheit die
Baukosten variieren können bzw. dass diese auf vorgeschlagenen Verkaufspreisen basieren
und es sich keineswegs um feste Preiskalkulationen handelt.
Zu TOP 8 der Mitgliederversammlung
Bezüglich einer Unterstützung durch den DAV Bundesverband bei der Sanierung der
Saarbrücker Hütte gibt es prinzipiell drei Modelle: Die aufgeführten Möglichkeiten stellen nur
einen ungefähren Rahmen für die Zusammenarbeit mit dem DAV Bundesverband gegen
Entgelt dar und müssen dementsprechend individuell abgestimmt und vertraglich vereinbart
werden.
a. Gesamte Projektleitung inkl. Bauherrenvertretung liegt beim DAV Bundesverband
Temporäre Abgabe der Hütte an den DAV Bundesverband, Bedingungen, gegenseitige
Pflichten etc. müssen individuell abgesprochen und vertraglich vereinbart werden. Sektion
gibt den Rahmen des erwarteten Ergebnisses vor. Entscheidungsgewalt liegt ausschließlich
beim DAV Bundesverband
b. Projektsteuerung DAV Bundesverband – Bauherrenaufgaben bleiben bei Sektion
Delegierbare Aufgaben des Bauherrn werden an den DAV Bundesverband übertragen.
Nichtdelegierbare Bauherrenaufgaben bleiben bei der Sektion. DAV Bundesverband
übernimmt im Rahmen eines individuell gestalteten Vertrages Aufgaben wie beispielsweise
Koordination und Kontrolle der verschiedenen Bauabschnitte. DAV Bundesverband erhält
teilweise Entscheidungsgewalt. Sektion entscheidet über die Maßnahmen.
c. Projektbegleitung DAV Bundesverband – Projektleitung bleibt bei Sektion
DAV Bundesverband in der Rolle des Projektbegleiters und Beraters, ohne eigene
Entscheidungsgewalt. Umfang der Beratungstätigkeit wird vorher vertraglich vereinbart.